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Ratgeber Kopfschmerzen

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Kopfschmerzen
Wissenswertes zu Kopfschmerzen

Manchmal liegt es an Kleinigkeiten im Alltag, dass Kopfschmerzen entstehen. So kann es stets hilfreich sein, wenn sich Betroffene einmal darüber bewusst werden, wie sie den Tag verbracht haben, wann genau die Kopfschmerzen aufgetreten sind und ob es vielleicht einen bestimmten Auslöser oder eine Situation gab, die den Kopfschmerz ausgelöst hat.

Manchmal genügen bereits ein paar kleine Änderungen im Tagesablauf, um die Häufigkeit von Kopfschmerzen zu minimieren. Für eine solche Selbsterkenntnis kann beispielsweise ein Kopfschmerztagebuch hilfreich sein. Auch kleine Hausmittel können unter Umständen dabei helfen, die Kopfschmerzen schnell wieder verschwinden zu lassen.

Wissenswertes zu Kopfschmerzen

Kopfschmerztagebuch lässt eigene auslösende Verhaltensweisen erkennen

Generell stehen jedem Betroffenen unterschiedliche Möglichkeiten zur Therapie von Kopfschmerzen zur Verfügung. Die Maßnahmen richten sich dabei nach Häufigkeit und Art der Kopfschmerzen. In vielen Fällen kann ein Kopfschmerztagebuch hilfreich sein, in dem unterschiedliche Parameter festgehalten werden. So zum Beispiel eine Bewertung der täglichen Erlebnisse in positiven und negativen Abstufungen, die Art und Stärke des Schmerzes, die eingenommene Medikation und deren Wirksamkeit oder auch die Begleitsymptome beim Auftreten der Kopfschmerzen.

Werden die Eintragungen des Tagebuchs noch ausführlicher, also vielleicht auch persönliche Empfindungen, das Essen und Trinken des Tages oder der Tagesrhythmus zeitlich mit aufgeführt, können viele Kopfschmerzpatienten anhand ihrer Verhaltensweisen eine gewisse Regelmäßigkeit erkennen, die auf die Ursache von Kopfschmerzen hindeuten können. Auch wenn es zunächst schwer fällt, kann eine Änderung dieser auslösenden Faktoren ein Teil der Therapie der Kopfschmerzen sein.

Selbsttherapie von leichten und mäßig starken Kopfschmerzen

Bei leichteren Formen von Kopfschmerzen kann häufig eine Art Selbstreflexion hilfreich sein: Wenn man weiß, dass langes Sitzen vor dem Computer zu Kopfschmerzen und Verspannungen führt, sollte man versuchen, sich alle halbe Stunde eine kleine Auszeit zu gönnen, um die Muskulatur zu lockern und vielleicht zu einer Stresssituation Abstand zu gewinnen.

Frische Luft, genügend Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt und regelmäßiges Essen sind zudem wichtige Einflussfaktoren, die bei Unregelmäßigkeiten oder Schwankungen für Kopfschmerzpatienten zum Auslöser werden können.

Auch Omas Hausmittel können bei Kopfschmerzen helfen

Auch der Versuch mit kleinen Hausmittelchen kann unter Umständen Abhilfe schaffen. So ist zum Beispiel bekannt, dass Pfefferminzöl nicht nur bei Erkältungen hilft, sondern auch bei Kopfschmerzen Linderung schaffen kann. Inzwischen ist es in der Leitlinie zu Spannungskopfschmerzen verankert. Ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf Stirn, Schläfen und Nacken fördern die Durchblutung, machen die Atemwege frei und bringen gleichermaßen tiefes und entspanntes Ein- und Ausatmen, was Blockaden und Verspannungen lösen kann.

Merkt man selbst, dass die Kopfschmerzen von einer tagsüber angespannten und verkrampften Sitzhaltung stammen, ist auch Wärme ein altbewährtes Haumittel. Ein Vollbad mit angenehmen Aromen oder auch eine Wärmflasche für Nacken und Schulterbereich entspannen die Muskulatur und können zum Wohlbefinden beitragen. Bei manchen Patienten mit Kopfschmerzen hilft auch das Gegenteil, und ein Kältekissen aus dem Eisfach bringt Linderung, wenn man es auf die Stirn oder den Nacken legt.

Sabrina Mandel

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Kopfschmerzen treten in den ungünstigsten Situationen auf, sind manchmal heftig und stechend, teilweise dumpf und pochend, oder beeinträchtigen die Betroffenen gar über mehrere Tage. Statistiken zufolge sind in Deutschland rund 54 Millionen Menschen regelmäßig von starken Kopfschmerzen betroffen.

Laut der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, liegt die Anzahl der Kopfschmerzpatienten in den europäischen Ländern im Vergleich relativ hoch, jedoch sind Kopfschmerzen weltweit bekannt. Die Ursachen der meisten Arten von Kopfschmerzen sind nicht auf kulturelle oder soziologische Einflussfaktoren zurückzuführen, sondern haben scheinbar eine biologische Grundlage, die unabhängig von äußerlichen Gegebenheiten ist.

Oft ist die Ursache von vorübergehenden Kopfschmerzen eindeutig: Zu wenig Schlaf, Stress im Familien- oder im Arbeitsleben oder auch eine durchzechte Nacht mit übermäßigem Alkoholgenuss sind nur ein paar Beispiele, die die Entstehung von Kopfschmerzen als Folge mit sich bringen können. Man könnte sagen, dass die Entstehung solcher Kopfschmerzen eine Art „Quittung“ des Körpers ist, also ein eindeutiges Zeichen dafür, dass das körperliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist.

Unter den Begriff Kopfschmerzen fallen jedoch über 200 verschiedene Arten des Schmerzes, die sich teilweise als eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung spezifizieren lassen, jedoch manchmal völlig unerwartet und ohne klaren Grund entstehen.

Diagnose Kopfschmerzen

Natürlich wissen die meisten Betroffene häufig selbst, ob sie an leichten oder starken Kopfschmerzen leiden, und ob sie ihre Art von Kopfschmerzen meist schnell in den Griff bekommen können. Eine ärztliche Diagnose wird für viele erst dann zum Thema, wenn die Kopfschmerzen trotz gezielter Einnahme von Medikamenten nicht gelindert werden können, oder über Tage anhalten, sodass sie den gesamten Tagesablauf beeinträchtigen.

Treten die Kopfschmerzen häufiger als einmal pro Monat und in starker oder lang anhaltender Form auf, sollte ein Arzt zurate gezogen werden. Die Therapie mit handelsüblichen Schmerzmitteln kann bei einigen Arten von Kopfschmerzen die Symptome noch verstärken bzw. bei übermäßiger Einnahme andere Arten von Kopfschmerzen hervorrufen oder Magenprobleme verursachen.